Steinfiguren beschützen die Reisenden
Gastartikel

Auf nach Sundsvall

Auch wenn Stockholm eine Traumstadt ist, Frau Meyer will weiter fahren. Ihre Reise geht hinauf in den Norden, durch Uppsala bis nach Sundsvall. Dort stößt sie auf Gastfreundschaft, wilde Tiere und auf das Gefühl, plötzlich doch lieber den Zug nehmen zu wollen.
Ein Gastbeitrag

Die Radstrecke entlang des Bottnischen Meeresbusen von Stockholm nach Sundsvall in Schweden.
Die Radstrecke entlang des Bottnischen Meeresbusen von Stockholm nach Sundsvall in Schweden.

Es ist der 08. Mai 2021. Ehe ich so aus Stockholm raus war, hat es gefühlt ewig gedauert. Bestimmt eine Stunde. Bis Uppsala waren es dann circa vier Stunden, inklusive Pausen. Kein Regen, aber auch keine Sonne.

Ich bin gefragt

Das Hostel war okay. Ich war mit einer anderen auf einem Zimmer. Die hat sich dann erstmal beschwert, dass sie nicht alleine war. Tut es mir leid? Nö. Dann schlief sie auch noch mit Licht. Nee, oder?
Am nächsten Morgen stand ich so zeitig wie möglich auf, hatte gut gefrühstückt. Und dann? Weiter!

Was für eine Fahrt! Regen, Regen, Regen. Nicht schön! Aber bei der Ankunft in Gävle habe ich Köttbular als Begrüßung bekommen. Lecker!
Gävle – Pause! Die Stadt ansehen, etwas essen, bisschen chillen… Ich hatte ein Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung! Freitag, am 14. Mai, sollt der Artikel über mich erscheinen, ich war gespannt!
Außerdem war es noch ein wunderschöner Abend mit Musik: Live Musik! Herrlich!

Am 11. Mail ging die Fahrt nach Söderhamn. Nach mehrmaligem Falschfahren waren es am Ende fast 100 Tages-Kilometer. Ich war platt und an meiner Grenze. Eigentlich wollte ich im Zelt schlafen, war aber gar nicht mehr in der Lage, es aufzustellen. Also doch eine Hütte mieten, Essen gemacht, dann sofort geschlafen.

Mit dem Zug? Aber nicht doch!

Eigentlich wollte ich schummeln und den Zug nehmen. Aber es fuhr nur ein einziger und der wollte mich und mein Rad nicht mitnehmen. Also wieder 70 Kilometer Tagesstrecke. Doch das Wetter war toll und kaum in Hudiksvall angekommen war der ganze Frust weg. Direkt am Meer, das Wetter super, ein Bier geschenkt bekommen und eine Pizza bestellt. 1.000 Kilometer bisher, da habe ich mir eine Belohnung verdient.

Am Freitag, besagter 14. Mai, erreichte ich in Sundsvall. Die Stadt ist groß und schön! Nach circa 90 Kilometern am Einkaufscenter angekommen. Hier sollte der Treffpunkt für das Zimmer sein, aber ich musste noch einmal acht Kilometer draufpacken. Eigentlich hätte ich einkaufen müssen ich auch, aber ich dachte mir, dass ich den Kühlschrank der Unterkunft plündern könnte. Es ist wirklich cool hier.

Es jorschte (Hallisch für „regnen“; Anmerkung der Lektorin) den ganzen nächsten Tag wie verrückt. Eigentlich wollte ich mit Sundsvall anschauen, aber ich war dann doch nur einkaufen und durch den Regen klitschnass.
Aber wisst Ihr was so richtig geil ist, wenn man nicht mehr kann? RÜHRKUCHEN!

„Kannebule“ warm serviert
„Kannebule“ warm serviert… Geil

Ein Kommentar

  • Hella Stöber

    Interessanter Bericht.und viele Erlebnisse, halt Abenteuer pur…..man ist immer gespannt, wie es weiter geht.
    Alles Gute , Gruß Hella

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