Gepäck für vier Monate
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Vorbereitungen für vier Monate in Polen

Es ist halb zwei in der Früh, als der Wecker klingelt. Eigentlich möchte ich nicht aufstehen, eigentlich will ich doch zu Hause bleiben. In meiner gewohnten Umgebung, bei meiner Familie, mit der angenehmen Routine. Doch es hilft nichts, denn dieses Abenteuer habe ich mir selbst ausgewählt.

Wie alles begann

Alles begann 2017. Bei einer Radtour erzählte ich einer Freundin, dass ich ein Auslandssemester plane. Nach Polen solle es gehen, in das schlesische Breslau (Wrocław). Grund dafür war ein Gastprofessor, der einige Seminare an meiner Universität hielt. Der Unterricht machte so viel Spaß, dass ich mir dachte, dass es keine schlechte Idee sei, einfach mal eine andere Universität kennenzulernen.

Ein Jahr später, im August 2018, schickte ich meine Bewerbung an die ERASMUS-Koordinatorin meiner Alma Mater und schon Ende Dezember kam die Zusage von beiden Hochschulen. Ich konnte nun also mit den Vorbereitungen beginnen.

32 Kilogramm „nur das Nötigste“

Ein Visum brauchte ich als EU-Bürgerin nicht und auch das Wohnheim wurde vom International Office gestellt. Aber was sollte ich einpacken und was konnte getrost zu Hause bleiben?

Schlussendlich habe ich mich tatsächlich auf die Variante „das Nötigste muss reichen“ festgelegt. Also alle Kleidungsstücke raus, durchgesehen, anprobiert und wieder zurück, bis am Ende nur ein kleiner Haufen übrig blieb. Dazu kam dann noch das Equipment. Laufbekleidung und -schuhe, ein Reiseführer, ein Wörterbuch und ein Sprachführer, mein Notebook, etwas zum Schreiben und – für mich ganz wichtig – Briefpapier. Am Ende wog „Das Nötigste dann sage und schreibe 32 Kilogramm.

Da stand ich also, vor meinem riesigen Rucksack mit einem kleinen Lebensteil von mir, der mich die nächsten vier Monate begleiten sollte.

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